Das neue DSB-Wertungsportal: Was sich bei der DWZ ändert
Der Deutsche Schachbund (DSB) modernisiert neben der Mitgliederverwaltung auch sein Auswertungssystem. Am 22. Juli 2026 wird das alte DeWIS-System durch ein neues, datenschutzkonformes Wertungsportal abgelöst. Zeitgleich tritt eine neue Wertungsordnung in Kraft, die das DWZ-System spürbar an internationale Elo-Standards angleicht.
Hier sind die wichtigsten strukturellen Änderungen für den Spielbetrieb im Schachklub Germering übersichtlich zusammengefasst:
1. Die DWZ-Übergangszeit (07.06. – 22.07.2026) In dieser sechswöchigen Phase werden keine DWZ-Zahlen aktualisiert. Alle Turniere, die nach dem
7. Juni enden (wie beispielsweise unsere laufende Vereinsmeisterschaft), werden zwar beim DSB eingereicht, die Publikation der neuen Zahlen erfolgt jedoch erst gesammelt zum Stichtag am 22.
Juli.
2. Die einmalige DWZ-Anhebung Um die auseinandergedrifteten Differenzen zur Elo-Zahl zu korrigieren, erfolgt zum 08.06.2026 eine einmalige mathematische Anpassung der Wertungszahlen:
DWZ unter 1000: DWZ-Neu = DWZ-Alt + 400
DWZ 1000 bis 2110: DWZ-Neu = 0,64 * DWZ-Alt + 760
DWZ über 2110: Keine Anpassung.
Neue Mindest-DWZ: 1100 Punkte.
3. Geänderte Berechnungsformeln (K-Faktor) Die Abhängigkeit des Entwicklungsfaktors (K-Faktor) von der Gesamtanzahl der gespielten
Turnierpartien entfällt. Er wird nun primär über die Altersstufe definiert. Das bedeutet unter anderem, dass Siege gegen nominell deutlich schwächere Gegner keine rechnerischen Nachteile mehr mit
sich bringen.
4. Auswirkungen auf Turniermeldungen Turnierleiter müssen sich auf neue Dateiformate umstellen. Lokale Software-Berechnungen (z.B. in
Swiss-Chess) sind während der Übergangsphase als inkorrekt anzusehen, da die neuen Berechnungslogiken in den Programmen erst nach und nach per Update zur Verfügung gestellt werden. Die Meldung
von Turnieren muss temporär im FIDE-Format (TRF) erfolgen.
Quellen: DSB
[1]